Recht und Demokratie im Kapitalismus

Eine der meist gehörten Parolen im Vorfeld des diesjährigen G8-Gipfels ist die, dass das Treffen der Gruppe der sieben mächtigsten Industriestaaten plus Russland „illegitim“, also von niemand demokratisch legitimiert sei. Von attac über Linkspartei und DFG-VK bis zur Interventionistischen Linken sind sich die zum Protest rufenden Organisationen und Bündnisse einig, dass das was in Heiligendamm passiert mit Demokratie nicht viel zu tun hat.

Ansätze in der etablierten Rechtsextremismusforschung und die Frage nach einem «rechten Antikapitalismus»
Aus 'Nationaler Sozialismus "Antikapitalismus" von völkischen Freaks'

Das Thema „Rechtsextremismus“ war in der bundesdeutschen medialen Öffentlichkeit schon immer konjunkturabhängig. Mal ist es die anhaltende Straßengewalt von Neonazis, die, erwischt es etwa ein prominentes Opfer oder ist der Übergriff allzu skandalös, für Debatten sorgt, mal ein Diskurs über die im Rahmen bürgerlicher Staatlichkeit möglichen Mittel, den Rechtsextremismus quantitativ einzudämmen, wie im Fall des 2001 gescheiterten Verbotsverfahrens gegen die NPD.

"Antikapitalismus" von völkischen Freaks

Haben die denn nichts anders zu tun, als sich an den Neonazis abzuarbeiten? Steht nicht der für die radikale Linke in Deutschland seit langem bedeutendste Protest ins Haus, die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm, jenem beschaulichen Kaff in Mecklenburg-Vorpommern, das nur aus Kurort und Luxushotel besteht?

Das Projekt «Nationaler Sozialismus» und seine historischen Vorläufer
von Joachim Bons

Die NPD-Zeitung Deutsche Stimme (DS) beschwört den „nationalen Antikapitalismus“, will den „Kapitalismus zerschlagen“1 und Aktivisten der Partei präsentieren auf ihren Aufmärschen Parolen wie „Gegen Kommunismus, gegen Kapitalismus für deutschen Sozialismus“.

Völkischer Antikapitalismus als Ideologie der Systemopposition von rechts
von Kerstin Köditz/Volkmar Wölk

Wenn jemand den 109. Geburtstag feiert, dann ist dies allemal ein Fest wert. Ist diejenige, die da feiert, ein Mensch, drängen sich die Gratulanten und Festredner – vom Bürgermeister bis zum Ministerpräsidenten. Ist es eine Organisation, die dieses biblische Alter erreicht, sucht sie sich selbst einen passenden Redner. Einen, der den Bogen von den Anfängen und Ursachen der Gruppierung bis zu den Erfordernissen der Gegenwart und Zukunft zu schlagen in der Lage ist. Am 26.

als Thema in der neonazistischen Kameradschaftsszene
von Marion Gondek

„Fast alle Probleme der heutigen Zeit sind auf Kapitalismus und Globalisierung zurückzuführen und es genügt eben nicht gegen Hartz IV, Auslandsverlagerungen und EU-Richtlinien vorzugehen, ohne die eigentliche Ursache anzugreifen.

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