Permanente Reproduktion der Differenzen

Das Spannungsverhältnis zwischen Feminismus und Marxismus ist seit 1968 durch die Diskussion um die Reproduktion der Ware Arbeitskraft geprägt. Feministische Kritiken machten die gesellschaftlichen Voraussetzungen der kapitalistischen Wertproduktion sichtbar. Viele, das Geschlechterverhältnis betreffende Phänomene lassen sich mit dem Begriff der Enteignung politisch und theoretisch möglicherweise besser fassen als mit dem Begriff der Ausbeutung. Ausbeutung verweist auf kapitalistische Produktion, Enteignung auf (fortgesetzte) ursprüngliche Akkumulation. Der Beitrag geht auf feministische Spurensuche und möchte für die Gegenwart erörtern, ob und wie sich das veränderte Verhältnis von unbezahlter und warenförmiger Reproduktionsarbeit fassen lässt. Was muss eine Kritik der politischen Ökonomie aus der Perspektive der Reproduktion leisten?

Informationen
Vortrag
von
mit Sarah Speck und Felicitas Reuschling

Datum & Uhrzeit

07.06.2015 - 18:00

Ort

Oranienstr. 25
Berlin