Vom Kampf gegen die nationale Repräsentation
mit Alexandertechnik und Max Klebb
Kurzinfo
Podiumsdiskussion
von
23.04.2009 - 19:30
Berlin

Bereits seit dem letzten Jahr etablierte sich die Rede von der Kulturnation in Bundestagsdebatten, staatlichen Ausstellungseröffnungen und Feuilletons wieder als Schlagwort zur nationalen Identitätsbildung Deutschlands. Die scheinbare Ersetzung von politischer Gewalt durch kulturelle Repräsentation hatte in Deutschland stets Konjunktur.

Nachtrag zum 3. Oktober: Ein Tag der deutschen Einheit
Aus Phase 2.30 – Winter 2008

Bis in die neunziger Jahre hinein hatte die antinationale Linke in Deutschland keine treffende Kritik deutscher Vergangenheit und Gegenwart formuliert. Sie kleisterte den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus als Machtpolitik von Unternehmercliquen zusammen oder romantisierte ihn als ein einziges dunkles Imperium von Roboter- und Fabriklogiken. Aus dieser Sackgasse führten jene Diskussionen heraus, die heute als »antideutsch« gelabelt werden.