Blockupy Frankfurt: Das linksradikale umsGanze!-Bündnis kritisiert gerichtliche Bestätigung der Versammlungsverbote gegen Blockupy und kündigt Widerstand an. Blockupy findet statt – so oder so!

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Blockupy Frankfurt: Polizei verhängt willkürliche Stadtverbote gegen hunderte Bürgerinnen und Bürger. Blockupy Frankfurt und das umsGanze!-Bündnis werden gegen diese Rechtsbeugung vorgehen und vom 16.-19. Mai in Frankfurt demonstrieren.

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Für ein Ende der Gewalt

Der europäische Kapitalismus soll mit immer brutaleren Maßnahmen saniert werden. Trotzdem greift die Krise weiter um sich, nach Griechenland steht Spanien vor dem Kollaps. Widerstand hatte es bislang schwer, denn die Proteste waren nationalstaatlich gespalten. Mit den europaweiten Krisenprotesten 2012 soll sich das ändern.

Rückblick: Am 31. März fand der europaweite Aktionstag M31 – European Day of Action against Capitalism statt. In über 40 Städten wurde mit Demonstrationen, Kundgebungen und Versammlungen ein Zeichen gegen neoliberale Krisenpolitik und das Elend des globalen Kapitalismus gesetzt. Der Aktionstag war ein erster Schritt, antikapitalistische Kritik über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen. In Deutschland fand die zentrale Demonstration mit über 6ooo Teilnehmenden in Frankfurt am Main statt. Am Rande der Demonstration kam es zu direkten Aktionen gegen Institutionen kapitalistischer Disziplinierung: den Sitz der EZB, eine Arbeitsagentur, eine Leiharbeitsfirma und die Stadtwache.

“It’s not enough to be angry“

Vom 16.-19. Mai 2012 steigen die nächsten Action Days in Frankfurt: Blockupy Frankfurt, mit Versammlungen, Blockaden und einer internationalen Demo. Neben antikapitalistischen Gruppen werden sich vor allem globalisierungskritische Initiativen und ein breites Spektrum aus Krisenbündnissen, Gewerkschaftslinken, Occupy und Attac beteiligen. Gerade hier kommt es also darauf an, unsere Kritik an Staat, Nation und Kapital in die Diskussion und auf die Straße zu tragen. Ein Erfolg des bundesweiten M31-Bündnis war seine Kritik verkürzter Krisenanalysen und Reformkonzepte. Wir konnten zeigen, dass nicht die vermeintliche “Gier” von “Bankern und Bonzen” das Problem ist, sondern der Kapitalismus selbst, als gesellschaftliches System. Eine solche Kritik ums Ganze müssen wir in den Krisenprotesten verankern. Andernfalls werden auch diese Proteste vereinnahmt. Wir müssen das Spektakel des Bestehenden herausfordern, eine radikale Kritik entwickeln und uns weiter organisieren.

In diesem Sinne: für den Kommunismus! Seid widerständig und kommt zu den European Action Days vom 16.-19. Mai in Frankfurt!

Ums Ganze organisiert ein Barrio Anticapitalista auf dem Blockupy-Camp, mit Workshops, Diskussionen und lecker Bierchen. Programm gibt es hier.

Internationale Demonstration: Samstag, 19. Mai 2012 12.oo Hauptbahnhof. Kommt zum antikapitalistischen Block!

Für ein Ende der Gewalt – Kapitalismus abschaffen!

Hier das Mobi-Video von Turn Left:

Veranstaltungstipps

15.5. Frankfurt/Main: Die Krise und die Perspektive der Klassenkämpfe. Veranstaltung mit den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft. Mehr…
20 Uhr. Café Exzess (Leipziger Str. 91).

16.5. Berlin: Kulturindustrie, das sind die anderen. Vortrag von Christoph Hesse. Mehr…
18.30 Uhr. Humboldt-Uni (Dorotheenstraße 26, Raum 208).

16.5. Berlin: Stay where the pepper grows! Rechte Umtriebe im Hardcore. Diskussion über Nazis auf HC-Konzerten, Grauzonenproblematik, NSHC-Bands. Mehr…
19 Uhr. SO36 (Oranienstr. 190).

2.6. Hamburg: Kein TDDZ. Naziaufmarsch verhindern. Mehr…

20.6. Berlin: Reproduktionsökonomie und ‘regenerative Arbeit’ im Neoliberalismus. Veranstaltung mit Melinda Cooper und Sylvia Federici.
19 Uhr. Grüner Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

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Eine erste Bilanz zur Repression: http://ea-frankfurt.org/
Rechthilfetipps & empfohlener Umgang mit Polizei & Justizbehörden von der Roten Hilfe
Pressemitteilung des M31-Bündnis

WICHTIGE HINWEISE:

Wenn ihr ein Verfahren auf euch zu kommen seht und glaubt, dass die entstehenden Kosten euer Budget übersteigen könnten, meldet euch rechtzeitig bei der Ortsgruppe der Roten Hilfe zwecks möglicher finanzieller Unterstützung.

Es laufen bereits verschiedene Klagen gegen die Polizei wegen Übergriffen und wegen eines unrechtmäßigen Kessels während der M31-Demo in Frankfurt. Diese Klagen sind erfolgversprechend. Im Fall eines Urteils gegen die Polizei können Kläger*innen mit Abfindungszahlungen rechnen. Wer eine Klage erwägt sollte sich mit dem Frankfurter Ermittlungsausschuss in Verbindung setzen (http://ea-frankfurt.org/). Wir können auch Kontakte zu Anwält*innen vermitteln.

6000 auf M31-Demo in FFM

Das…umsGanze!-Bündnis bedankt sich als Teil der europaweiten M31-Vernetzung bei allen Menschen, die heute mit uns in Frankfurt/Main auf der Straße waren. Aufgrund der kürze der Zeit hier erstmal nur die offizielle Pressemitteilung des M31-Bündnisses.

PM: 6000 Menschen bei europäischem Aktionstag gegen Kapitalismus / Veranstalter kritisieren Polizeigewalt und Massenfestnahmen

Frankfurt. Auf der bundesweiten Demonstration im Rahmen des antikapitalistischen Aktionstages “M31″ haben 6000 Menschen gegen die neoliberale und autoritäre Krisenpolitik der EU demonstriert. Zeitgleich fanden in über dreißig europäischen Städten Demonstrationen und Besetzungen statt, u. a. in Madrid, Athen, Mailand, Zagreb, Wien, Uetrecht, Moskau und Kiew. In Redebeiträgen und Grußbotschaften wurden die dramatischen Auswirkungen der aktuellen Krisenpolitik in verschiedenen europäischen Ländern thematisiert. Redner_innen des M31-Bündnisses bewerteten den heutigen Aktionstag als ersten Schritt, den antikapitalistischen Protest international zu vernetzen.

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Europaweit werden unter dem Dogma der Wettbewerbsfähigkeit neoliberale Umstrukturierungen forciert, Technokratien umgehen die bisherigen politischen Formen, Sparprogramme führen zu elendigen Lebensverhältnissen. Dabei dienen die Sozialeinschnitte unter Schröder als Vorlage für die kapitalistische Krisenpolitik. Dieses Krisenregime trifft europaweit auf Widerstand in Form von Generalstreiks, Platzbesetzungen, militanten Aktionen und selbstständiger Gegenorganisation.

In Deutschland blieb bisher eine linke Antwort auf die kapitalistische Krisenpolitik weitestgehend aus.
Mit dem europäischen Aktionstag am 31.März und der angekündigten Besetzung des Frankfurter Bankenviertels im Mai soll sich das ändern. Die anstehenden Tarifauseinandersetzungen im Frühjahr rücken die Politik und Strategien der deutschen Gewerkschaften ins Blickfeld.

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Europa und die Europäische Union (EU) befinden sich im Ausnahmezustand. Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit dieser Katastrophenrhetorik werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Weiterlesen »

Den Mitschnitt der Veranstaltung gibt es hier!
Der diesjährige Auftakt zu den antikapitalistischen Protesten gegen die verschärfte Krisenpolitik findet am 31. März in mehreren europäischen Städten statt. Denn während Krise und der Kapitalismus schon längst global sind, muss es „die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt“ noch werden. Im Vorfeld des kommenden Protestfrühjahrs wollen wir diskutieren, wie die aktuellen Krisenstrategien in Europa aussehen, welche innereuropäischen Interessenskonflikte es gibt und wo antikapitalistische Kräfte einsetzen könn(t)en. Während in Griechenland die Polizei mittlerweile die Vertreter der Troika verhaften lassen will, fordert man in Deutschland von den angeblichen „Pleitegriechen“ weiterhin drakonische Sparmaßnahmen. Muss Griechenland aus der Eurozone ausgeschlossen werden um die Stabilität des Euros nicht zu gefährden, oder versucht Deutschland seinen Absatzmarkt zu retten, der dann doch wieder nur niederkonkurriert wird?

Diese und weitere Fragen über den Charakter der gegenwärtigen Krise und geplante Interventionen diskutieren Michael Heinrich (Berlin), John Milios (Athen) und TOP B3rlin .

1.3.2012. 19 Uhr. Münzenbergsaal (Franz-Mehring-Platz 1).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung.

IT’S NOT ENOUGH TO BE ANGRY – FIGHT CAPITALISM 100%

Aufruf des kommunistischen »…ums Ganze!«-Bündnisses zum internationalen Aktionstag am 31. März 2012.

Dawn of the [Un]dead

Ein Untoter geht um in Europa – der Untote Neoliberalismus. Mit Ausbruch der Banken- und Finanzkrise schien diese Form des Kapitalismus erledigt. Protestbewegungen, bürgerliches Feuilleton, ja selbst liberale und konservative Wirtschaftsideologen beklagten plötzlich massive Fehlentwicklungen und “Exzesse des Marktes”. Doch die geforderte Kurskorrektur blieb aus. Der Neoliberalismus lebt auf eigentümliche Art und Weise fort. Er ist irgendwie nicht totzukriegen.

Mit Volldampf weiter Richtung Abgrund

Angesichts des Zusammenbruchs der autoritären staatssozialistischen Regime schien das neoliberale Programm lange alternativlos. Privatisierung, Liberalisierung, Flexibilisierung, Deregulierung – diese Kampfbegriffe galten bis zum Crash 2007/08 als gesellschaftliche Allheilmittel. Heute will niemand mehr mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Der Glaube, ein “freier Markt” bzw. eine liberalisierte “soziale Marktwirtschaft” könnte noch “Wohlstand für alle” (Erhard) garantieren, ist dahin. Der untote Neoliberalismus macht kein glänzendes Zukunftsversprechen mehr, seinen Horizont schmücken keine “blühenden Landschaften” (Kohl).

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Auf einem bundesweiten Vorbereitungstreffen Mitte Januar wurden Aktionen für den 31.3. koordiniert wurden. Mobilisierungsschwerpunkt wird Frankfurt/M. sein. Derzeit knüpfen wir europaweit Kontakte. Interessierte Gruppen wenden sich bitte direkt an unsere Frankfurter Genoss*innen: antifa_f@yahoo.de.

Inzwischen hat auch die Interventionistische Linke (iL) eine Protestinitiative für Mai 2012 auf den Weg gebracht. So let’s shake things up.

m31 Kampagnenhomepage (mehrsprachig)
m31 Kampagnenhomepage (dt.)
m31 Kampagnenaufruf (dt.)

Interview mit umsGanze! zu m31 in der Jungle World.
Interview with umsGanze! on m31 in the weekly newspaper Jungle World.

Interview mit umsGanze! zu m31 auf Radio Corax.
Statements der Protestinitiativen im AK.
Artikel zu m31 in der Jungle World.

Am 13. Februar 1945 wurde im Rahmen der militärischen Niederschlagung des Nationalsozialismus Dresden durch die Allierten bombardiert. Bis zu 25.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Dass dies aber entgegen des in Dresden oft aufgebauten Mythos kein “Bombenholocaust”, und dass Dresden auch kein Widerstandsnest der Weißen Rose war, wollte man dort lange Zeit nicht wahr haben.
Dresdner waren, ebenso wie Berliner oder Düsseldorfer, überzeugte Nazis und nicht so überzeugte, Anführer und Mitläufer, Profiteure und Denunzianten. Ohne diese hätte es den Nationalsozialismus, den Krieg und die Vernichtung der europäischen Juden, der Sinti und Roma, die Verfolgung von Homosexuellen und Widerstandskämpfern nicht gegeben.

Um den Fokus der Dresdener Erinnerungspolitik ein wenig zurechtzurücken und dem Gedenken ein wenig auf die Sprünge zu helfen, erkunden wir Dresden am Montag, dem 13. Februar 2012 entlang der noch aufzufindenden aber nicht mehr erinnerten Täterspuren. Es fahren Busse von Berlin nach Dresden. Bei Red Stuff (Waldemarstr. 110) gibt es Busfahrkarten für Montag und für die Demonstration am Samstag.


Taeterspuren 13.2.2012 Dresden by TOP B3RLIN

13.2. Täterspuren-Spaziergang. Treffpunkt 13 Uhr. Comeniusplatz (Dresden)

Hier findet Ihr auch den Einleitungstext zum Täterrundgang: Weiterlesen »

Hier ein Clip zu den Demos gegen den WKR-Ball 2012. Bilder gibt’s hier, hier und hier.

UmsGanze!-Aufruf gegen den WKR-Ball 2012.

Am 27. Januar 2012, dem Jahrestag der Auschwitzbefreiung, findet der Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) statt. Dort treffen sich jedoch nicht nur ein paar Burschenschafter in Frack, Schärpe und Schmiss. Vielmehr ist das Treffen in der Wiener Hofburg, dem Sitz des österreichischen Bundespräsidenten, ein Stelldichein der alten und neuen Rechten Europas.

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15 Jahre AJAK! 5 Jahre TOP B3rlin!

NEU: Mitschnitt der Lesung von Stanley Schmidt.

Wenn die Antifa Jugendaktion Kreuzberg [AJAK] und die Gruppe Theorie.Organisation.Praxis. Berlin [TOP B3rlin] ihr zusammen 20jähriges Bestehen feiern, bleiben keine Füße still, keine Augen und Kehlen trocken und keine Fragen offen.

Für die Ohren feinsten Punkrock, fürs Herz musikalische Erkundungen durch die Irrungen und Wirrungen des kapitalistischen Seelenlebens, für die Füße ausgewählter Trash, für die Sprache viele Freunde und für die Hand ein Becks.

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Zum 73. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 1938 – Gegen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland, Europa und überall!

Am 9. November 1938 brannten überall in Deutschland und Österreich Synagogen. Jüd_innen wurden von deutschen Antisemit_innen gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt, ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Ihre Wohnungen und Geschäfte wurden überfallen, zerstört und geplündert. Etwa 30.000 Männer wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt. Mit diesen Pogromen radikalisierte sich die Politik des NS. Nach Jahren systematischer Ausgrenzung folgte nun der Versuch, alle Jüd_innen Europas gezielt und umfassend zu vernichten. Bis 1945 wurden sechs Millionen ermordet, viele in eigens eingerichteten Vernichtungslagern. Auch mehr als 50.000 jüdische Berliner_innen wurden unter den Augen der Bevölkerung deportiert - viele über ein Sammellager in der Synagoge Levetzowstraße und den Güterbahnhof Moabit. In ihrem Andenken demonstrieren wir auch in diesem Jahr.

17 Uhr. Auftaktkundgebung am Mahnmal Levetzowstraße (U-Bhf Hansaplatz, S-Bhf Tiergarten). Anschließend Demonstration zum Mahnmal an der Putlitzbrücke (S-Bhf Westhafen).

Weitere Infos auf der Homepage der Antifaschistischen Initiative Moabit.

Zur Demonstration ist eine Zeitung erschienen. Im Folgenden dokumentieren wir unseren Beitrag.

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Here we go again: Endgültige Anmerkungen zur These einer “deutschen Spezifik” nationaler Ideologie

Wie in den vergangenen Jahren auch, haben linksradikale Gruppen gegen die diesjährigen Staatsfei­ern zum Tag der deutschen Ein­heit mobilisiert (1.-3. Oktober, Bonn). (1) Das umsGanze!-Bündnis, dem wir als Berliner Gruppe angehö­ren, hat mit Diskussionsveranstaltungen und Vorabend­demo einen antinationalen Akzent gesetzt. Der De­mo-Aufruf The only PIIG’S the system befasst sich vor allem mit Krisenpolitik und Krisennationalismus in Deutschland und Europa. (2) Antideutsche Gruppen haben einen zweiten Aufruf veröffentlicht, der sich explizit ge­gen den antinationalen wendet. Das Demo-Bündnis und umsGanze! unterschlügen eine spezifisch deutsche, nämlich völkische For­mierung des hiesi­gen Nationalismus. Ihr eigener Aufruf Imagine there’s no Deutschland gipfelt in der – nicht ganz zwingenden – Unterstel­lung: “Wer behauptet, Deutsch­land habe nie einen Son­derweg beschritten oder ihn mittlerweile verlassen, kommt nicht drumher­um, Ausch­witz und seine Folgen im völkischen Nationalismus zu leugnen, zu verharmlosen oder zu relativie­ren.” (3) Vergleichba­res wurde in Artikeln und In­terviews formuliert (4), und bereits 2010 in Bremen lautete der anti­deutsche Vorwurf: “linker Geschichtsrevisionismus”.

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Occupy Capitalism – 100%!

Occupy Wall Street und die weltweiten Demos am 15. Oktober 2011 haben einen Nerv getroffen. Im fünften Jahr der Krise sehen viele eine globale Bewegung entstehen, die endlich Grundsätzliches ändern will und auch kann. Die meisten Beteiligten verstehen sich als kapitalismuskritisch, viele als antikapitalistisch. Auf Vollversammlungen und Protestcamps oder im Internet geht es gegen eine Politik, die irgendwie doch nur der Wirtschaft und den Finanzmärkten zu dienen scheint, auf Kosten der kleinen Leute. Gefordert wird “real democracy” statt “corpocracy”, denn “We are the 99%!”

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NEU: Die Referate der Marx-Herbstschule als Soundcloud: Wolf, Behrens, Haffner, Wallat, Hecker, Heinrich.

Hendrik Wallats Referat zur Aktualität des Fetischbegriffs ist im ak 566 (Nov. 2011) nachzulesen.

Wir haben in den drei bisherigen Marx-Herbstschulen die drei Bände des Kapital gelesen und wollen uns im Herbst 2011 einem Thema widmen, das alle drei Bände durchzieht. Es ist eines der interessantesten und zugleich rätselhaftesten und wird bis heute kontrovers diskutiert: der Fetischismus.

Dazu haben wir Passagen aus allen drei Bänden ausgewählt. Es wird also nicht nur um den berühmten Fetischcharakter der Ware gehen, sondern auch um den Geld- und Kapitalfetisch bis zum zinstragenden Kapital (G-G´) als der „äußerlichste[n] und fetischartigste[n] Form“ (Kapital Bd. III) des Kapitalverhältnisses. Des Weiteren wird es darum gehen, die Unterschiede zu klären zwischen dem Fetischismus einerseits und Begriffen wie Verdinglichung, Entfremdung, Verkehrung, Objektivierung, Ideologie, Mystifizierung, notwendig falsches Bewusstsein etc.

Ein Interview mit Radio Corax zur Herbstschule findet Ihr hier.

Anmelden könnt Ihr euch bei herbstschule@top-berlin.net.

Programm und mehr unter marxherbstschule.net

29.10., 20 Uhr: Podiumsdiskussion
Die Kritik des Fetischismus

mit Hendrik Wallat, Kornelia Hafner und Diethard Behrens.
Flutgraben e.V., Am Flutgraben 3 (auf dem Arena-Gelände an der Schlesischen Straße zwischen U Schlesisches Tor und S Treptower Park)

Und wer dann noch kann: 29.10. Party im ://about blank

Podiumsdiskussion zum 20. Geburtstag des Conne Island (Leipzig)

mit dem Euromayday Hamburg und TOP B3rlin

Evening special: unser bislang geheimer How-To-Guide “Kapitalismus abschaffen in zehn einfachen Schritten” als Lichtbildvortrag!

19:30 Uhr im Conne Island (Koburger Str. 3)

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25.9. L’INSURRECTION ET MOI

Staatspleiten, Eurokrise und (k)ein Aufstand

NEU: Diskussionsbeitrag von TOP B3rlin, veröffentlicht in der Phase2

Diskussionsveranstaltung mit
- TIQQUN (Autor_innenkollektiv aus Frankreich)
- Terminal 119 (Antinationale Gruppe aus Griechenland)
- TOP B3rlin (Kommunistisches Projekt gegen alles Böse)

19.30 Uhr. Clash (Gneisenaustr. 2a).

Als 2008 die Investmentbank »Lehman Brothers« Pleite ging und eine internationale Finanzkrise ausbrach, hofften viele Linke, dass nun die Zeit für eine neue antikapitalistische Bewegung gekommen sei. In der Tat deutete einiges darauf hin, dass die »versteinerten Verhältnisse« (Marx) aufbrechen würden. In Feuilleton und Talk-Shows wird plötzlich aufgeregt über die Schwächen des »Kapitalismus« und die Unmoral der »Märkte« und »Banker« debattiert.

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Das Berliner Bündnis gegen Rassismus und Sozialchauvinismus (BgRS) hat auch eine Zeitung vollgeschrieben, und wir mit. In den nächsten Tagen wird das Ding tonnenweise verteilt. Hier kann schon mal geblättert werden.

Out now: Straßen aus Zucker #6

Die sechste Ausgabe der Straßen aus Zucker ist fertig, gedruckt und wunderbar. Schwerpunktthemen sind Religion(skritik) und Kultur/Rassismus/Integration. Die Zeitung kann wie immer über die SAZ-Homepage geordert werden. Außerdem ist sie als PDF online. Und es gibt wieder neue Sticker und Kram gegen alles Böse. Hier:


Rechtspopulistische Parteien wollen es im Berliner Wahlkampf richtig krachen lassen. PRO DEUTSCHLAND hatte am 27./28.8. zu einem “Anti-Islamisierungskongress” geladen. War aber ein Totalausfall, mit freundlicher Unterstützung der Antifa. Für den 3.9. hat die Partei DIE FREIHEIT den antimuslimischen Hass­prediger Geert Wilders eingeladen. Die Propaganda des Niederländers und seiner deutschen Groupies verspricht eine heile Welt, in der “wir” – die “abendländische Kulturgemeinschaft” – endlich wieder das Sagen haben. Rechtspopulismus reagiert damit auf die verdichteten Krisen einer kapitalistischen Ordnung, die ständig aus den Fugen gerät. Es genügt also nicht, sich diesen Arschlöchern entgegenzustellen – womöglich zusammen mit den staatstragenden Parteien, die den kapitalistischen Alltag verwalten. Antirassismus heißt Angriff, gegen Staat, Standort und Kapital.

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Die Abgeordnetenhauswahlen werfen ihre Schatten voraus: am 27. und 28. August 2011 will die „Bürgerbewegung PRO DEUTSCHLAND“ in Berlin einen so genannten Anti-Islamisierungs-Kongress (kurz AIK) samt Demonstration veranstalten. Eine Woche später, am 3. September, kommt auf Einladung der Partei DIE FREIHEIT Geert Wilders nach Berlin. Wilders ist einer der wichtigsten Stichwortgeber des europäischen Rechtspopulismus, besonders die Anhänger der FREIHEIT feiern ihn wie einen Popstar. PRO DEUTSCHLAND und DIE FREIHEIT gehören zu einer europaweiten Bewegung, die mit vermeintlicher Islamkritik rassistische und nationalistische Hetze verbreitet. Sie knüpfen dabei an die ausgrenzende Standortpolitik der Mitte-Parteien und den Alltagsnationalismus der Mehrheitsgesellschaft an.

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FIGHT FORTRESS EUROPE!

(english version below)

Antinationales Flimmern im Urbanhafen Berlin
ca. 20:30 Uhr Agit-Prop
ca. 21:00 Uhr “Das Deutsche Kettensägenmassaker”
ca. 22:00 Uhr “Deckname Dennis”

Die einen heulen Korokodilstränen, wir trinken Cocktails mit Schlingensief und lachen mit Dennis!

Am 13. August 2011 werden der 50. Jahrestag des Mauerbaus und die Mauertoten betrauert. Deutschland kann sich mal wieder dem nationalem Opferkult hingeben, während übers Wochenende Hunderte vor der Festung Europa ertrinken. Dass die öffentliche Moral beim nationalen Bedürfnis beginnt und auch endet, zeigt sich aktuell wieder in der Debatte über Flüchtlinge: Armut, Flucht und Vertreibung werden im deutschen Mainstream, wenn überhaupt, nur als humanitäres Problem wahrgenommen. Dabei sind sie ein Resultat des kapitalistischen Weltmarks und der globalen Ordnungspolitik kapitalistischer Staaten. Weiterlesen »

Mitschnitt der Veranstaltung:


Zur Situation der radikalen Linken in den USA

MONARCH • 14.8.2011 • 19:30 Uhr
U-Bhf Kottbusser Tor • Skalitzer Straße 134 • Berlin-Kreuzberg

Radikaler Anarchismus, Schwulenrechtsbewegung, Anti-Vietnam-Kriegs-Mobilisierung - vor einigen Jahrzehnten war die radikale Linke in den USA ein Impulsgeber für weltweite soziale Bewegungen. Doch nicht erst seit dem 11. September und Obama ist es um die Situation der Linken schlecht bestellt. Neben geringer Beteiligung und mangelndem Einfluss sind es dabei auch innerlinke Fehler, die das Projekt der Emanzipation behindern: Aktionismus, staatsappellative Kampagnen, kruder Antiimperialismus und Forderungen nach systemimmanenten Reformen sind dominant in linken Bewegungen, eine umfassende Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an Kapital und Nation, finden sich hingegen selten.

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*** Duyurunun Türkçesi için alt tarafa bakın ***

22. Juli 2011, ab 21 Uhr auf dem Heinrichplatz, SO 36

Mit Beiträgen linker Gruppen und Projekte aus dem Bezirk, Public buhing der ZDF-Doku und crispy Kritik

Eine Initiative des Bündnisses gegen Rassismus und Sozialchauvinismus, unterstützt vom Berliner Bündnis “Rechtspopulismus stoppen!”

Vor ein paar Tagen hat Thilo Sarrazin mit einem Kamerateam des ZDF Kreuzberg besucht. Dabei ist er überall auf Wut und Empörung gestoßen. Denn Sarrazin ist die Galionsfigur eines neuen, offensiven Rassismus in Deutschland. In seinem Bestseller ‘Deutschland schafft sich ab’ stellt er Menschen mit türkischem oder arabischem Familienhintergrund als genetisch bedingt dumm und unproduktiv dar. Nach Jahrzehnten rassistischer Ausgrenzung werden sie jetzt als ‘Integrationsverweigerer’ beschimpft. Kein Wunder, dass sich die Betroffenen spontan wehren.

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Demo-Auswertung des Bündnisses gegen die IMK.

Pictures!

Repression vor der IMK: Brutale Festnahme und Hausdurchsuchung in Frankfurt/M.

PDF der Bündnis-Zeitung gegen die IMK.

Am 22. Juni findet in Frankfurt am Main die Innenministerkonferenz (IMK) 2011 statt, mit Bundesminister Friedrich und seinen Länderkollegen. Im Rahmen unserer Kampagne „Vielen Dank für die Blumen – Gegen Integration und Ausgrenzung“ rufen wir zu Protesten auf. Denn die IMK ist eine zentrale Institution staatlicher Kontrolle und Zurichtung. Sie entscheidet über grundlegende Bedingungen der „Integration“ ins „Team Deutschland“. Integration bedeutet dabei: Wer in den Genuss sozialer und bürgerlicher Rechte kommen will, muss dem Staat auf die eine oder andere Art seine Nützlichkeit beweisen. Die Aufdringlichkeit dieses Angebotes offenbart ein Blick auf die Flüchtlinge im Mittelmeer. Denn es gibt etwas schlimmeres als die geforderte Einpassung ins Standortkollektiv: den gewaltsamen Ausschluss. Hier bereits wird deutlich, dass Integration und Ausgrenzung zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Integration ist eine vergiftete Einladung, die wir gerne ausschlagen.

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Podiumsveranstaltung mit:

Frieder Otto Wolf, Professor für Philosophie
Peer Stolle, Republikanischer Anwält*innenverein, Autor
…ums Ganze!, kommunistisches Bündnis

Moderation und Einleitung: TOP B3RLIN

Do 16.06., 19:00 Uhr, Im Südblock,
Admiralstr. 1-2, Berlin-Kreuzberg

Anlässlich der Innenminsterkonferenz (IMK) am 22.06. in Frankfurt/M. wollen wir diskutieren, welche Rolle staatliche Politiken, institutionelle Apparate und gesellschaftliche Diskurse bei der Vermittlung abstrakter Verwertungszwänge und kapitalistischer Reproduktionsanforderungen spielen. Welche Diagnose lässt sich mit Blick auf aktuelle innen- und ordnungspolitische Entwicklungen stellen? Was bedeutet dies für eine linke Kritik an gesellschaftlichen Ein- und Auschlussprozessen und für eine emanzipative Praxis?

Mit Infos zur Mobilisierung gegen die IMK und zum Stand der aktuellen Repression. Seid solidarisch mit den betroffenen GenossInnen!

+ + + Mit der Bitte um Berichterstattung + + +

TOP B3rlin verleiht Integrationspreis an Chef der hessischen Landesvertretung

(Berlin) Als Reaktion auf Hausdurchsuchungen in Frankfurt am Main haben Berliner Autonome einen sogenannten ‘Wurst Award’ an Michael Boddenberg, Minister für Bundesangelegenheiten des Landes Hessen, verliehen. Bei der zweifelhaften Trophäe handelt es sich um eine rund 40 cm hohe Skulptur aus unterschiedlichen Wurstsorten. Mit dem Integrationspreis der anderen Art werde Boddenberg für einen völlig überzogenen Polizeieinsatz und die Kriminalisierung linker Opposition ausgezeichnet, begründete die Berliner Gruppe Theorie.Organisation.Praxis (TOP) ihre Entscheidung.

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